Die schwarzen Schafe der Wittelsbacher

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Zwischen Thronsaal und Irrenhaus, Wien 2003 (Ueberreuter)

Tschechische Übersetzung: „Cerné ovce Wittelsbachu", Brána 2005;
Taschenbuchausgabe im Piper-Verlag 2005 unter dem Titel: Die schwarzen Schafe der Wittelsbacher. Zwischen Thron und Wahnsinn (2. Auflage 2006)

Die  schwarzen Schafe der Wittelsbacher

 

 

Die  schwarzen Schafe der Wittelsbacher

 

 

Die  schwarzen Schafe der Wittelsbacher

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

Nietzsches Messer 11
oder
Die Notwendigkeit „mieser literarischer Wühlarbeit"

Der Anfang 15
oder
Wie man sich einen Namen macht

Mord im Hause Wittelsbach 21
oder
Wie man einen König um die Ecke bringt

Ludwig II. „der Strenge" 26
oder
Wie man sich seiner Ehefrau entledigt

Ludwig VII. „der Gebartete", Ludwig VIII. „der Bucklige" 32 und andere hohe Herren
oder
Seine Verwandten kann man sich eben nicht aussuchen

Der erbarmungslose Johann, der streitsüchtige Christoph, der faule Sigismund 37
oder
Wie man ein Land in seine Einzelteile zerlegt und wieder zusammenfügt

Kurfürst Maximilian I. 44
oder
Warum Kartenspiel, Schuhplatteln, Zechen und „Fensterln" Verboten gehören

Maximilian II. Emanuel 51
oder
Wie man es anstellt, einen Schuldenberg von 27 Millionen Gulden anzuhäufen

Ludwig I. und die Tänzerin Lola Montez 65
oder
Die Liebe kann gefährlich sein

Ludwigs Kinder – Ein königliches Traunerspiel 79
oder
Was hat ein Bayer in Griechenland verloren?

Exkurs: Auf den Spuren dynastischer Inzucht 95
oder
Wenn Papa und Mama verwandt sind

Herzog Max, das bayerische „Urvieh" 106
oder
Wie König Artus mit seiner Tafelrunde nach Bayern kam

Herzog Wilhelm und die Schauspielerin Henriette Mendel 115
oder
Was heißt schon „ebenbürtig"

Kaiserin Elisabeth 129
oder
Warum die „liebste Engels-Sisi" ihr „treues Männchen" nicht glücklich machen konnte

Sophie, eine Schwester von „Sisi" 142
oder
Wie man es anstellt, für „verrückt" erklärt zu werden

Die anderen Schwestern der Kaiserin 149
oder
Es ist verdammt hart, eine Prinzessin zu sein

Ludwig II. 161
oder
Ein Leben zwischen Traum und Wirklichkeit

Otto I. 187
oder
Ein Leben im Irrenhaus

„Also dann – mach ma halt Revolution, damit a Ruah is!" 202
oder
Die Herrschaft der Wittelsbacher endete in einem Acker bei Rosenheim

Literaturverzeichnis 206

„Das kostbare, edle Blut derer von Wittelsbach, Habsburg, Hohenzollern etc. musste „rein" gehalten werden, man heiratete untereinander und akzeptierte die erbbiologischen Katastrophen: Schwachsinn, Geisteskrankheiten, körperliche Bebrechen, Charakterschwächen, Überempfindlichkeit, Melancholie. Vor allem das 19. Jahrhundert, in welchem die dynastische Erbsünde der Inzucht besonders auffällig wurde, zeigt sich großzügig an reichem Anschauungsmaterial. Wir begegnen u. a. dem seltsamen ‚Märchenkönig’ Ludwig II., seinem verrückten Bruder Otto, der den größten Teil seines Lebens im Irrenhaus zubrachte, deren Tante Alexandra, die unter der Zwangsvorstellung litt, ein gläsernes Klavier verschluckt zu haben, Herzog Pius, dem Großvater der Kaiserin Elisabeth, der ebenfalls im höchsten Maße geistesschwach war, und auch Elisabeths Vater Max, dem ‚bayerischen Urvieh’, der ‚Sisi’, die nach Einschätzung ihres Bruders einen ‚Sporn’, also einen ‚Vogel’ hatte, in vielem ähnlich war."„Das kostbare, edle Blut derer von Wittelsbach, Habsburg, Hohenzollern etc. musste „rein" gehalten werden, man heiratete untereinander und akzeptierte die erbbiologischen Katastrophen: Schwachsinn, Geisteskrankheiten, körperliche Bebrechen, Charakterschwächen, Überempfindlichkeit, Melancholie. Vor allem das 19. Jahrhundert, in welchem die dynastische Erbsünde der Inzucht besonders auffällig wurde, zeigt sich großzügig an reichem Anschauungsmaterial. Wir begegnen u. a. dem seltsamen ‚Märchenkönig’ Ludwig II., seinem verrückten Bruder Otto, der den größten Teil seines Lebens im Irrenhaus zubrachte, deren Tante Alexandra, die unter der Zwangsvorstellung litt, ein gläsernes Klavier verschluckt zu haben, Herzog Pius, dem Großvater der Kaiserin Elisabeth, der ebenfalls im höchsten Maße geistesschwach war, und auch Elisabeths Vater Max, dem ‚bayerischen Urvieh’, der ‚Sisi’, die nach Einschätzung ihres Bruders einen ‚Sporn’, also einen ‚Vogel’ hatte, in vielem ähnlich war."