Die schwarzen Schafe der Wittelsbacher
Tschechische Übersetzung: „Cerné ovce Wittelsbachu", Brána 2005;
Taschenbuchausgabe im Piper-Verlag 2005 unter dem Titel: Die schwarzen Schafe der Wittelsbacher. Zwischen Thron und Wahnsinn (2. Auflage 2006)
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Inhaltsverzeichnis
Nietzsches Messer 11 Der Anfang 15 Mord im Hause Wittelsbach 21 Ludwig II. „der Strenge" 26 Ludwig VII. „der Gebartete", Ludwig VIII. „der Bucklige" 32 und andere hohe Herren Der erbarmungslose Johann, der streitsüchtige Christoph, der faule Sigismund 37 Kurfürst Maximilian I. 44 Maximilian II. Emanuel 51 Ludwig I. und die Tänzerin Lola Montez 65 Ludwigs Kinder – Ein königliches Traunerspiel 79 Exkurs: Auf den Spuren dynastischer Inzucht 95 Herzog Max, das bayerische „Urvieh" 106 Herzog Wilhelm und die Schauspielerin Henriette Mendel 115 Kaiserin Elisabeth 129 Sophie, eine Schwester von „Sisi" 142 Die anderen Schwestern der Kaiserin 149 Ludwig II. 161 Otto I. 187 „Also dann – mach ma halt Revolution, damit a Ruah is!" 202 Literaturverzeichnis 206 |
„Das kostbare, edle Blut derer von Wittelsbach, Habsburg, Hohenzollern etc. musste „rein" gehalten werden, man heiratete untereinander und akzeptierte die erbbiologischen Katastrophen: Schwachsinn, Geisteskrankheiten, körperliche Bebrechen, Charakterschwächen, Überempfindlichkeit, Melancholie. Vor allem das 19. Jahrhundert, in welchem die dynastische Erbsünde der Inzucht besonders auffällig wurde, zeigt sich großzügig an reichem Anschauungsmaterial. Wir begegnen u. a. dem seltsamen ‚Märchenkönig’ Ludwig II., seinem verrückten Bruder Otto, der den größten Teil seines Lebens im Irrenhaus zubrachte, deren Tante Alexandra, die unter der Zwangsvorstellung litt, ein gläsernes Klavier verschluckt zu haben, Herzog Pius, dem Großvater der Kaiserin Elisabeth, der ebenfalls im höchsten Maße geistesschwach war, und auch Elisabeths Vater Max, dem ‚bayerischen Urvieh’, der ‚Sisi’, die nach Einschätzung ihres Bruders einen ‚Sporn’, also einen ‚Vogel’ hatte, in vielem ähnlich war."„Das kostbare, edle Blut derer von Wittelsbach, Habsburg, Hohenzollern etc. musste „rein" gehalten werden, man heiratete untereinander und akzeptierte die erbbiologischen Katastrophen: Schwachsinn, Geisteskrankheiten, körperliche Bebrechen, Charakterschwächen, Überempfindlichkeit, Melancholie. Vor allem das 19. Jahrhundert, in welchem die dynastische Erbsünde der Inzucht besonders auffällig wurde, zeigt sich großzügig an reichem Anschauungsmaterial. Wir begegnen u. a. dem seltsamen ‚Märchenkönig’ Ludwig II., seinem verrückten Bruder Otto, der den größten Teil seines Lebens im Irrenhaus zubrachte, deren Tante Alexandra, die unter der Zwangsvorstellung litt, ein gläsernes Klavier verschluckt zu haben, Herzog Pius, dem Großvater der Kaiserin Elisabeth, der ebenfalls im höchsten Maße geistesschwach war, und auch Elisabeths Vater Max, dem ‚bayerischen Urvieh’, der ‚Sisi’, die nach Einschätzung ihres Bruders einen ‚Sporn’, also einen ‚Vogel’ hatte, in vielem ähnlich war."






